Gewidmet meiner Kandis- danke für alles! Hab dich lieb und werde dich nie vergessen! Deutungen geb ich keine, den genauen Hintergrund des Gedichtes wird nur der Empfänger verstehen.

~*~ Nachtroter Stern ~*~

© Lexa 09/03

Die Gitter war'n um ihn seit jeher

Der kleine Vogel am Fenster

Nur Splitter von Freiheit noch im Geist

Erinnerung lang schon zu schwer

Längst war er seiner Federn beraubt

Der weißen erst, dann der roten

Bis nur noch schwarze übrig war'n

An Farben hat er nie geglaubt

Doch eines Nachts zwischen den Stäben

Schillert so rotschwarz und bunt

Unnahbar, ein strahlender Stern

Im Glanz fühlt der Vogel das Leben

Er atmet, badet des Sternes Licht

Dadurch erträgt er den Tag

Der Stern dunkelrot in der Ferne

Er ahnt diese Sehnsucht nicht

Eng die Brust an das Eisen gepresst

Harrt nun der Vogel der Nächte

Breitet die Flügel zum Firmament

Doch zu eng sind die Gitter, zu fest

Er blickt auf den Stern hoch da droben

Wie blutrote Rosen die Träne

Hilflose Wut und lautloser Schrei

Im Käfig vergebliches Toben

Zu fern ist der Stern für die Schwingen

Kralle zaust blutig die Federn

Hielt ihn auch nicht das Gitter

Dennoch würd' es ihm nie gelingen

Denn gestutzt sind die Flügel, was hoffen?

Sie trugen ihn niemals hinauf!

Doch kämpfen will er, breitet sie aus

Und die Tür des Käfigs- steht offen...