Labyrinth im Inneren

Kompromisse führen dich und mich in stetige Bedrängnis.

Weißt du, wohin uns dieser Weg führt? Kannst du das Ende sehen? Ich drehe mich zu dir, laufe, tänzle seitwärts, um dein Gesicht zu sehen – weil ich mich abwenden muss. Mein Rücken zur Blätterwand.

Ich will gar nicht wissen, was da ist, ob uns etwas folgt, ob die anderen noch irgendwo da draußen sind. Ich habe Angst, dass du ebenso verschwindest, wenn ich dich letzendlich aus den Augen verliere.

Du schweigst – deine Augen schreien, winseln, betteln – Hilfe. Ja ja, aber woher? Wo willst du Hilfe suchen? Uns rettet niemand so schnell aus diesem Schlamassel.

Da vorne eine Biegung. Eine Straßenlaterne. Licht.

Licht? Eine Laterne mitten im grünen Nirgendwo? Du bleibst im Schatten stehen. Der Lichtkegel macht uns beiden Angst. Treten wir ein, verlieren wir uns so wie – wie war sein Name? Nein, Panik weiche von mir! Angst besetze mein Herz.

Ich möchte am Licht vorbeigehen. Aber da ist kein Platz zwischen dem Schein und den grünen Mauern.

Zurück? Fragt dein Blick.

Wohin? Frage ich auf die gleiche Weise. Mein Blick ist kalt und ich seh dich frösteln.

Und dann steigt langsam sachter Nebel vom Grund auf. Erst das Licht, jetzt der Nebel? Du weichst zurück. Dummkopf. Ich schau dich an. Befehle dir an meiner Seite zu bleiben. Warne dich, noch einen Schritt zu tun.

Du schüttelst den Kopf. Gestikulierst mit panischen Augen hinter mich.

Aha. Noch etwas Schrecklicheres. Was nun?

Du bist fort.

Und ich? Was soll ich tun? Vor kann ich nicht und zurück auch nicht. Umdrehen und das Monster entdecken? Tja, was sonst? Und da steht es.

Ich.